Wie Huawei-Rechenzentren durch Luftqualitätsüberwachung sowohl Energieeinsparungen als auch Gerätesicherheit erreichen.

Mit dem stetigen Wachstum von Anzahl und Größe der Rechenzentren ist die Aufrechterhaltung eines gesunden und effizienten Raumklimas zu einer zentralen Herausforderung geworden. Die Huawei-Rechenzentren in Wuhu (Guizhou) und der Inneren Mongolei sowie zwölf weitere Standorte nutzen die Luftqualitätsüberwachungslösungen von Tongdy. Dadurch wird die Luftqualität in Echtzeit optimiert, gleichzeitig werden Sicherheit und Energieeinsparungen gewährleistet. Durch die Installation von Tongdy MSD-Innenraumluftqualitätsmonitoren und TF9-Außenluftqualitätssensoren erfasst Huawei Umweltdaten in Echtzeit und passt in Kombination mit dem intelligenten Managementsystem des Rechenzentrums die HLK- und Reinigungssysteme an, um ein optimales Gleichgewicht zwischen Innen- und Außenluftqualität zu erzielen.

Warum Rechenzentren eine professionelle Luftqualitätskontrolle implementieren müssen

1. Sicherstellung der Zuverlässigkeit der Ausrüstung

Kritische Komponenten in Rechenzentren, wie USV-Anlagen, Server und Speichersysteme, reagieren äußerst empfindlich auf die Luftqualität. Die ordnungsgemäße Überwachung und Kontrolle der Luftqualität verbessert die Zuverlässigkeit und Stabilität der Geräte, minimiert das Risiko von Geräteausfällen durch Umwelteinflüsse und gewährleistet die Geschäftskontinuität.

Reduzierung der Feinstaubbelastung:

Wenn die PM2,5/PM10-Konzentrationen die ISO14644-1 Klasse 8-Normen (3,52×10⁶ Partikel/m³ /m³) erreichen, aktiviert das System die Reinigung, um Verstopfungen der Lüfter und Staubablagerungen auf den Leiterplatten zu verhindern, die zu Kurzschlüssen führen können.

Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle:

Eine relative Luftfeuchtigkeit über 60 % beschleunigt die Kupferkorrosion.

Ein Temperaturunterschied von über 10°C zwischen Tag und Nacht kann zu Kondensation führen und dadurch Festplattenausfälle verursachen.

Durch die Aufrechterhaltung optimaler Temperatur und Luftfeuchtigkeit verhindert das System Schäden durch thermische Ausdehnung, statische Entladung und Oberflächenkorrosion und verlängert so die Betriebsdauer der Server.

Überwachung korrosiver Gase:

Gase wie H₂S und SO₂ können in hohen Konzentrationen die Korrosion von Metallbauteilen beschleunigen, den Gerätewiderstand erhöhen und Übertragungsfehler auf Leiterplatten verursachen. Dadurch verkürzt sich die durchschnittliche Lebensdauer von Server-Motherboards auf nur 3–5 Jahre. Die Überwachung und Entfernung dieser schädlichen Gase ist daher entscheidend für die Langlebigkeit der Hardware.

2. Senkung der Betriebskosten

Durch die Kontrolle der Luftqualität können Rechenzentren Korrosion und Ausfälle von Geräten reduzieren und so Wartungs- und Ersatzkosten senken. Der Schutz der Geräte vor luftbedingten Schäden gewährleistet zudem die Datensicherheit, indem Systemausfälle verhindert werden, die zu Datenverlust oder -lecks führen könnten. Dies wiederum vermeidet weitere Betriebskostensteigerungen.

3. Reduzierung des Energieverbrauchs in modernen KI-Rechenzentren

Mit dem Aufkommen von KI und hochdichten Serverracks macht die Kühlung mittlerweile 40–60 % des gesamten Energieverbrauchs eines Rechenzentrums aus. Herkömmliche Kühlsysteme, die unabhängig von den Außenbedingungen mit einer festen Last arbeiten, führen zu erheblicher Energieverschwendung.

Die Überwachung der Luftqualität ermöglicht intelligentere und energieeffizientere Kühlstrategien:

Kostenlose Kühlung mit Außenluft:

Bei niedrigen PM2,5-Werten im Außenbereich und geeigneter Temperatur erhöht das System die Frischluftzufuhr, um die Belastung der Klimaanlage zu reduzieren.

Dynamische Reinigungssteuerung:

Bei steigenden Verschmutzungsgraden schaltet das System auf interne Zirkulation um und passt die Reinigungsleistung dem Verschmutzungsgrad an.

Datengesteuerte Wartung:

Die Datenplattform generiert automatisch Berichte zum Energieverbrauch und liefert so umsetzbare Erkenntnisse zur Optimierung von Strategien und zur Vermeidung unnötigen Energieverbrauchs.

 

Einsatz der Luftqualitätsmonitore Tongdy MSD und TF9 in Huawei-Rechenzentren

Um eine umfassende Überwachung der Innen- und Außenluftqualität zu gewährleisten, hat Huawei an 15 Rechenzentrumsstandorten Tongdy MSD-Innenraumluftqualitätsmessgeräte und TF9-Außenluftsensoren installiert. Diese Geräte überwachen primär Feinstaub der Klassen PM2,5 und PM10 und erfassen darüber hinaus Daten zu anderen Schadstoffen. Anhand dieser Daten kann das Managementsystem entscheiden, ob die Klimaanlage und die Lüftungsanlage angepasst oder aktiviert werden müssen.

MSD Innenraumluftqualitätsmonitor

Die Kernfunktion desMSD-MonitorZiel ist die Überwachung der Raumluftqualität, einschließlich PM2,5, PM10, TVOC, Formaldehyd, Ozon, CO, SO₂ und NO₂. Dank robuster Kommunikationsfunktionen wie RS485, WLAN, RJ45, 4G und LoRaWAN überträgt MSD Echtzeitdaten an das Managementsystem, welches daraufhin den Betrieb der Lüftungs-, Kühl- und Reinigungsanlagen an die aktuelle Luftqualität anpasst. So können Rechenzentren Kontaminationsrisiken vorbeugen und die Lebensdauer ihrer Geräte verlängern.

TF9 Außenluftqualitätsmonitor

DerTF9-MonitorDas System überwacht die Außenluftqualität, insbesondere die Feinstaubbelastung (PM2,5/PM10) und andere Schadstoffe. Steigt die Belastung durch Schadstoffe, greift das System ein, beispielsweise durch Absperren der Frischluftzufuhr oder Intensivieren der Luftreinigung, um das Eindringen von Schadstoffen in das Rechenzentrum zu verhindern. Umgekehrt wird bei sauberer und kühler Außenluft die Frischluftzufuhr erhöht, um eine natürliche Kühlung zu gewährleisten.

Darüber hinaus arbeitet TF9 mit Wetterüberwachungsgeräten zusammen, um ein umfassenderes Verständnis der Umgebungsbedingungen, einschließlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit, zu ermöglichen. Diese integrierten Daten erlauben eine genauere Analyse und Entscheidungsfindung im Hinblick auf das Luftqualitätsmanagement in Rechenzentren.

Dieser Ansatz integriert modernste Luftqualitätsüberwachungstechnologie, um sowohl die Energieeffizienz als auch die Zuverlässigkeit der Geräte zu optimieren. Dadurch können Huawei-Rechenzentren Nachhaltigkeitsziele erreichen und gleichzeitig einen reibungslosen Betrieb und die Datensicherheit gewährleisten.

Huawei-Rechenzentren

Veröffentlichungsdatum: 03.12.2025